EINVERSTÄNDNISERKLÄRUNG ZU EINER LASER- IRIDEKTOMIE

Bei Ihnen besteht die Gefahr eines Glaukomanfalls durch das Schließen des Winkels zwischen der Iris und der Hornhaut. Ihr Augenarzt empfiehlt eine Laserbehandlung.

Dieses Dokument beinhaltet Informationen über Gründe, Bedingungen, Ergebnisse, Risiken und Grenzen des vorgeschlagenen medizinischen Eingriffs.

WARUM LASERBEHANDLUNG?

Der Winkel zwischen der Hornhaut und der Iris, ist der Ort, an dem die, im Auge produzierte Flüssigkeit, abtransportiert wird. Wenn dieser Wickel geschlossen ist, kann die Flüssigkeit nicht ordentlich abfließen und der Druck im Auge steigt so sehr an, dass die Nervenfasern des Sehnervs zerdrückt werden. Dies kann innerhalb von Stunden erfolgen. Schmerzen und Sehverlust, oftmals irreversible, und in manchen Fällen eine anatomische Fehlorganisation des Auges können die Folgen sein.

Eine Laser- Iridektomie ist der geegineteste Weg diesem Vorzubeugen.

DIE LASER BEHANDLUNG

Der Laserstrahl benutzt ein Licht, welches in der Lage ist eine große Menge an Energie zu einem bestimmten Punkt der Iris zu transportieren, um ein Loch zu schaffen, welches den Winkel vergrößert.

Die Sitzung wird ambulant durchgeführt. Das Auge wird durch das Auftropfen von anästhetischen Augentropfen betäubt. Der Patient sitzt vor der Lasermaschine. Die Laserstrahlen werden durch eine, auf das Auge aufgesetzte, Linse geschossen. Der gesamte Vorgang dauert nicht länger als 10 Minuten pro Sitzung und ist schmerzfrei.

Diese Behandlung wird in 1 oder 2 Sitzungen, im Abstand einiger Tage oder Wochen, durchgeführt.

GEWÖHNLICHER VERLAUF

In der Mehrzahl der Fälle wird diese Behandlung gut vertragen und Sie können direkt nach der Behandlung die Praxis verlassen und Ihren gewöhnlichen Tätigkeiten nachgehen.

Die Augenpflege begrenzt sich auf die Benutzung von Augentropfen/ oder die Einnahme von Tabletten. Über die Art der Anwendung wird Sie Ihr Augenarzt informieren.

In den meisten Fällen wird eine dauerhafte oder lang anhaltende Weitung des Winkels erzielt. Die Erfolgsrate ist sehr hoch.

Ihr Augenarzt wird Sie über den Termin der Nachkontrolle informieren.


KOMPLIKATIONEN DER BEHANDLUNG Die leichten Komplikationen sind:

* Blendung, hervorgerufen durch die Laserbehandlung an sich, wird während der Untersuchung zu spüren sein.
* Bluten der Bindehaut durch Kontaktlinsen: selten, gutartig, verschwindet nach wenigen Tagen.
* Arterielle Hypertonie: kann bei empfindlichen Personen auftreten. Dies geht vorüber, sobald Sie sich hinlegen.

* Irritation der Hornhaut (oberflächliche Hornhautentzündung): die Gefahr ist sehr gering es tritt bei weniger als 1% der Fälle auf. Bei direkter Behandlung heilt diese in der Regel innerhalb von 24 bis 72 Stunden ab.

* Eine leichte Erhöhung der Augendruck, während einiger Stunden oder Tage. Es ist ein häufiges Risiko welches stets vorbeugend mit hypotensieve Augentropfen behandelt wird.

* Bluten der Iris: Ist ein relativ geläufiges, unvorhersehbares, stets vorübergehendes Risiko. Es kann zu einem visuellen Schleier führen, der wenige Stunden anhält.

Diese Vorfälle sind unbedenklich. Wenn Sie zu arterieller Hypertonie neigen, geben Sie dies bitte am Ende des Dokumentes zur Kenntnis Ihres Augenarztes an.

Schwere Komplikationen bei dieser Art von Laser- Photokoagulation sind so selten, dass sie nicht bezifferbar sind.

* Schwere Erhöhung des Augendrucks: selten, kann zu einer verschwommenen Sicht führen, Augenschmerzen, Kopfschmerzen. Bei schneller Behandlung, Stunden nach Auftreten der Symptome, kann es schnell und ohne Folgen beseitigt werden.

* Ödem auf der Makula: Dies kann durch die Ansammlung von Wasser im Zentrum der Netzhaut hervorgerufen werden. Hierbei handelt es sich um eine entfernte Reaktion auf die Laserbehandlung. Sie führt zu einem Verlust der Scharfsicht, welche ein paar Wochen bis Monate, in Ausnahmefällen dauerhaft, anhält. Obschon es sehr selten vorkommt, wird diesem, systematisch behandelnd, vorgebeugt.

* Netzhautablösung. Dies ist eine seltene und unvorhersehbare Reaktion auf die Bestrahlung. Es macht eine schwierige Operation zur Wiederherstellung der Netzhaut notwendig.

* Eine fehlgeleitete Laserstrahlung, die die Netzhautmitte trifft, ist eine schwere Komplikation dieser Behandlung. Dieser Vorfall kann Ihre Sicht dauerhaft mindern. Es ist so selten, dass dieses Risiko nicht berechenbar ist. Es kommt bei unruhigen, undisziplinierten Patienten vor, die Ihre Augenbewegungen und Ihre Körper nicht kontrollieren. Um dies zu vermeiden, werden Sie darum gebeten sich während der Behandlung so ruhig wie möglich zu verhalten.

GRENZEN DER BEHANDLUNG

Diese Behandlung ist weniger effektiv, wenn der irido-korneale Winkel bereits durch vorhergegangene Anfälle von Winkelschlüssen vernarbt ist, die unbemerkt vonstattengingen.

So wie alles lebende Gewebe, kann der iridokorneale Winkel in verschiedener Weise direkt nach der Behandlung, nach Monaten oder Jahren, reagieren. Diese Behandlung kann also weder kategorisch noch andauernd der Erhöhung des Augendruck auf lange Sicht vorbeugen. Insbesondere wenn andere Faktoren Augen Hypertension gegeben sind (Glaskörper- oder Linsenschwellung, Widerstand des Tarbekelmashwerkes, etc.).

Die Laser- Iridektomie schließt weder die Anwendung von Augentropfen, noch einen chirurgischen Eingriff zur Behandlung eines Glaukoms aus.

ZU TREFFENDE VORSICHTSMAßNAHMEN

Es gibt keine Berichte über Komplikationen während der Schwangerschaft, die durch eine Laserbehandlung hervorgerufen wurden. Weder bei der Mutter noch bei dem Ungeborenen.

KONTAKTIEREN SIE IHREN AUGENARZT UMGEHEND IM FALLE VON

* Schmerzen, schwerer Lichtempfindlichkeit, Rötung, Tränen, Sekretion, Anschwellen des Auges oder des Augenlids
* deutlichem Rückgang des Sehvermögens.
* der Wahrnehmung von Schwimmern mit Lichtblitzen, schwarzem Regen oder einem bewegungslosen großen schwarzen Fleck.

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