EINVERSTÄNDNISERKLÄRUNG FÜR DIE OPERATION EINES BINDEHAUTTUMOR ODER HORNHAUTTUMOR

Sie leiden an einem Bindehauttumor oder an einem Hornhauttumor. Zur Behandlung empfiehlt Ihr Augenarzt Ihnen einen chirurgischen Eingriff.

Dieses Dokument enthält Informationen über die Gründe, Erkrankung, Ergebnisse, Risiken und Grenzen der vorgeschlagenen medizinischen Behandlungsweise.

Der Bindehauttumor

Ist eine runde oder abgeflachte kugelförmige Läsion, gut- oder bösartiger Natur, der Bindehaut (die dünne oberflächige Schicht ist, die die weiße Fläche des Augapfels und das Innere der Lider bedeckt) oder der Hornhaut (die vordere Linse des Auges).

Warum operieren?

Abgesehen von dem unästhetischen Aspekt kann  sich die Läsion, sofern sie nicht behandelt wird, ausbreiten und/ oder anderes Gewebe des Auges oder der nähern Umgebung befallen.

Sollte die Läsion krebsartig sein, kann sie im Körper streuen.

Ein chirurgischer Eingriff ist die adäquat Art den Tumor zu entfernen.

Die Operation

Die Operation wird bei dem, auf dem Rücken liegenden, Patienten, in steriler Umgebung, unter einem Operationsmikroskop, durchgeführt.

* Anästhesie: diese wird durch die Injektion von Lokalanästhetikum im näheren Umkreis der Verletzung, oder einfach durch Tropfen durchgeführt.

* Methode: Die Operation hat das komplette chirurgische Entfernen des betroffenen Gewebes zum Ziel. Der Augapfel wird nicht geöffnet.
Der chronologische Ablauf der durchzuführenden Schritte ist:
Desinfektion, Anästhesie durch Injektion und Tropfen in die nähere Umgebung der Verletzung, Schnitt, Entfernung des abnormalen Gewebes, Reinigung des gesunden Gewebes, gegebenenfalls Anwendung von Medikamenten zur Risikoverringerung eines Rückfalls, Wiederherstellung der Bindehaut durch Transplantation von Bindehaut desselben Auges, verschließen mit resorbierbaren Nähten, Desinfektion, eventuell Augenpad/-cup.

Ihr Augenarzt wird die Anästhesieart, das Verschließen und die postoperative Behandlung je nach Ort und Größe der Läsion bestimmen.

Der operative Eingriff dauert 30 Minuten pro Auge. Der Aufenthalt im Operationssaal beträgt ca. 40 Minuten. Zusammenfassend können Sie eine Stunde nach Eintreffen wieder nach Hause gehen.

Sollte die Läsion ungewöhnlich erscheinen, kann eine pathologische Laboranalyse durchgeführt werden, um die genaue Natur der Läsion zu bestimmen. Ein bis zwei Wochen später können Sie sich mit uns in Verbindung setzen, um Ihre Ergebnisse zu erfahren. Die Kosten für die Laboranalyse werden direkt vom Labor in Rechnung gestellt.

Jegliche Rückstände von Fäden werden einen Monat später entfernt.

Gewöhnlicher postoperativer Ablauf

Der gewöhnliche postoperative Verlauf ist wie folgt: Schwellung der Augenlider, Rötung, Ausfluss, tränende Augen mit ein wenig Blut, Lichtempfindlichkeit, sandiges Gefühl und, je nach Empfindlichkeit des Patienten, leichte bis starke Schmerzen. Diese Unannehmlichkeiten treten besonders in den ersten drei Tagen nach der Operation auf und schwächen dann im Verlauf einer Woche ab.

Das sandige Gefühl, welches durch die Fäden hervorgerufen wird, kann einige Wochen andauern, bis diese sich auflösen oder von Ihrem Augenarzt entfernt werden. Die Rötung wird in den Wochen, nachdem sich die Fäden aufgelöst haben, schwächer.

Komplikationen der Operation

Auch wenn es sich hierbei um einen Standarteingriff handelt, dem positive Ergebnisse folgen, ist diese Art von Operation keine Ausnahme zu der Regel, dass jeder operative Eingriff ein Risiko birgt. Ihr Augenarzt kann Ihnen den Erfolg des Eingriffs nicht formell garantieren.
 

Bitte beachten Sie:

* Unter der Narkose und manchmal auch trotz Narkose, während der Operation an sich, kann es zu Unbehagen und, in sehr seltenen Fällen, zu Schmerzen kommen. Dies hängt davon ab, wie der Patient auf das Anästhetikum reagiert, was nicht vorhersehbar ist.

* Bei jeglicher lokalen Betäubung und allen chirurgischen Eingriffen besteht die Gefahr von lokalen Komplikationen, Blutungen und Infektionen und einer allgemeinen Intoleranz, die zu einem schweren Schock führen kann. Das Risiko solcher Komplikationen ist unvorhersagbar. Es ist so außergewöhnlich, dass eine genauere Bestimmung unmöglich ist.

* Nach jeglichem chirurgischem Eingriff, kann es zu mangelhafter oder überschießender Narbenbildung kommen, was eine unästhetische Narbe mit sich bringen kann. Das Risiko ist bei dunklen Hauttypen oder bei Patienten die oft und viel Sonnenlicht ausgesetzt sind höher. Es kann nicht quantifiziert werden.

* Nach der Entfernung eines Tumors, besteht die Möglichkeit eines Ruckfalls der eine weitere Operation nötig macht. Das Risiko ist unvorhersehbar, kann jedoch durch die anatomisch- pathologische Natur der Läsion näher bestimmt werden.

Worauf muss der Patient vor, während und nach der Operation achten?

Sie stimmen zu, den Vorsichtsmaßnahmen, Behandlungen und Terminen, die Ihnen vor, während und nach der Operation verordnet werden, Folge zu leisten.

DER ABEND VOR DER OPERATION: Entfernen Sie das Make-up. Waschen Sie gründlich Ihre Haare und Ihr Gesicht, besonders die Augenlider und Wimpern, und den gesamten Körper mit Shampoo der Seife. Spülen Sie sich gründlich ab, und wiederholen Sie das gründliche Waschen und Abspülen. Trocknen Sie sich mit einem sauberen Handtuch ab. Schlafen Sie in sauberem Schlafanzug in Bettwäsche. Es ist empfehlenswert am Tag vor und am Tag der Operation kein Aspirin einzunehmen. Sie können es am Tag nach der Operation einnehmen. Besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt.

DER TAG DER OPERATION UND DIE WOCHE DANACH: Am Morgen dieses Tages, nach dem Aufstehen, entfernen Sie noch einmal vorsichtig das Make- up und wiederholen Sie das, vorher beschriebene, gründliche Waschen (zwei Mal). Ziehen Sie sich saubere Unterwäsche und Kleidung an. Frühstücken Sie und nehmen Sie ganz normal Ihre Medikamente (außer Aspirin) ein. Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Medikamente und dieses Dokument, unterschrieben, mitbringen.


Bitte erscheinen Sie pünktlich, zu dem vereinbarten Termin, in der Praxis von Dr. SAFFIEDINE, um Sie zu registrieren und zur Begleichung aller medizinischen und chirurgischen Kosten dieses Tages. Diese Kosten werden nicht von der Sozialversicherung zurückerstattet. Es kann sein, dass Ihre private Krankenversicherung diese Kosten deckt, dies müssten Sie mit Ihrer Versicherung abklären. Die Praxis Dr. SAFFIEDINE bearbeitet solche Angelegenheiten nicht.

Während der Operation werden Sie gebeten ruhig zu bleiben und allen Anweisungen strikt Folge zu leisten, die Ihr Augenarzt Ihnen gibt.

Nach der Operation benutzen Sie die verordneten Augentropfen oder Salbe an dem verletzten Auge an diesem Mittag, Abend und bevor Sie zu Bett gehen. Die Anwendung dieser Behandlung muss vier Mal täglich (Morgens, Mittags, Abends und bevor Sie zu Bett gehen), während einer Woche, erfolgen.

Für den übrigen Tag der Operation wird empfohlen, eine Person um sich zu haben, die Ihnen helfen kann. 

Ein wenig Blut in den Tränen und das Anschwellen des Auges sollten Sie nicht beunruhigen oder Sie davon abhalten die Behandlung fortzuführen.

Sollten Sie Schmerzen haben, nehmen Sie eine oder zwei, höchstens drei Paracetamol- Tabletten am Tag. Vermeiden Sie Aspirin.

Bitte vermeiden Sie unbedingt sich die Augen zu reiben.

Sollte das Auge mit einem Pad/ Cup versehen sein, lassen Sie dies auch während des Schlafes auf dem Auge und wechseln Sie es mit dem Auftragen der Salbe, während der nächsten 7 Tage. Die Pflaster halten am besten auf Haut, die vorher mit Seife gewaschen wurde, oder wenn Sie die Hautpartie vorher sanft mit Alkohol abreiben.

Visuelle Tätigkeiten, professioneller Art oder in der Freizeit, sind erlaubt solange das Auge nicht in Kontakt mit Dreck oder Staub kommt.

Es wird empfohlen, bei Sonnenlicht, eine Sonnenbrille zu tragen. 

KONTAKTIEREN SIE IHREN AUGENARZT UMGEHEND BEI FOLGENDEN SYMTPOMEN:

* Atembeschwerden
* Allgemeinem Unwohlsein
* Fieber
* anhaltender Blutung
* starken Schmerzen, die länger als 24 Stunden anhalten.

 

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