DAS FLÜGELFELL: EIN HÄUFIGER, GUTARTIGER ABER POTENZIELL GEFÄHRLICHER TUMOR

Das Flügelfell ist ein gutartiger, nicht krebsartiger, flügelförmiger („Pterygium“ ist ein altes griechisches Wort für Flügel) Tumor der Bindehaut, Die Bindehaut ist die Oberflächenmembrane des Auges.

Der Körper des Flügels ist als leichte Rötung im weißen Teil des Augapfels leicht erkennbar. Meist auf der Seite der Nase. Der weibliche, Knollenartige und unregelmäßige Teil des Flügels weist in das Innere der Hornhaut, die Hauptlinse des Auges.

Der Tumor kommt relativ häufig vor, vor allem bei Erwachsenen, die in heißen und sonnige Gegenden leben, wie es im Süden von Teneriffa der Fall ist.

Angeborene Formen dieses Tumors sind besonders aggressiv, kommen aber glücklicherweise nur selten vor.

Meistens entwickelt er sich bei Personen, die in ihrer Freizeit häufig ultra-violetten Strahlen ausgesetzt sind, zum Beispiel am Strand, beim Sonnenbad, bei Wasserskifahrten, beim Surfen oder Windsurfen, Tauchen, Rudern, Fahrradfahren oder Bergsteigen.  Oder er entwickelt sich bei Menschen, die beruflich viel in der Sonne arbeiten, wie bei Fischern, Landwirten oder Bauarbeitern.

Das Flügelfell entsteht auch oft durch den Einfluss von Infrarot-Strahlen, die bei sehr hohen Temperaturen entstehen. Betroffen sind deshalb oft Konditoren, Bäcker, Pizzabäcker, Feuerwehrleute, Schweißer, Glaser oder Stahlarbeiter. Oder sie wird durch irritierende Produkte, wie natürlicher oder industrieller Staub, Sand, Zement und ähnliches hervorgerufen. Das Risiko ist besonders groß, wenn man den Risikofaktoren während der Kindheit ausgesetzt ist.

Bleibt das Pterygium unbehandeldt, breitet es sich von der Bindehaut progressiv bis in das Innere der Hornhaut aus. Dann wird es sowohl ästhetisch als unangenehm empfunden, als auch durch eine chronische Irritation, die durch das Dicker werden des Tumors entsteht. Das Entwicklungsspektrum des Tumors reicht von langsam fortschreitend bis aggressiv.

Sonnenbrillen, die das UV- und das Infrarot-licht filtern, sind eine gute Präventivmaßnahme.

Um den Prozess zu beobachten und einschätzen zu können, macht der Augenarzt bei jedem Besuch ein Foto von Tumor. Die einzige, weithin anerkannt Behandlung ist ein operativer. Eingriff. Er ist angesagt, wenn der Tumor in die Bindehaut eindringt. Sobald das der Fall ist, ist Eile geboten. Je länger es dauert, bis die Operation vorgenommen wird, umso wahrscheinlicher ist es, dass sichtbare Narben und dauerhafte Sehstörungen zurückbleiben. Es gibt viele verschiedene Operationstechniken, um den Tumor zu entfernen.

Das Risiko der Neuentstehung, manchmal schnell und aggressiv, liegt bei 5 bis 50Prozent und hängt sehr stark von der Technik ab, die der Augenarzt anwendet. Die Kombination verschiedener Techniken, abgestimmt auf den jeweiligen Fall, und einem akribisch genauen Vorgehen, mindert die Gefahr einer Neubildung enorm.

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